Brigitte Döcker, Mitglied des Bundesvorstandes der AWO

Brigitte Döcker
Mitglied des Bundesvorstandes
der AWO

Paris 2015: AWO fordert Staatengemeinschaft zu weitreichenden Klimazielen auf

Seit heute treffen sich in Paris Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, um auf der 21. UN-Klimakonferenz über verbindliche Klimaschutzziele zu beraten. Die AWO fordert gemeinsam mit AWO International von den Teilnehmenden, die Bedeutung der anstehenden Entscheidungen anzuerkennen und wirkungsvolle Vereinbarungen zu treffen.

Berlin, 30.11.2015. „Der fortschreitende Klimawandel ist von Menschen gemacht und führt zu immer mehr ökologischen und humanitären Katastrophen“, begründet AWO-Vorstandsmitglied Brigitte Döcker die Forderung. „Gelingt es nicht, das angestrebte Ziel von maximal 2° C Erderwärmung zu erreichen, so wird dies weiter viele Millionen Menschen in Not und Elend stürzen.“ Neben Extremwetterphänomenen und Überschwemmungen sind u.a. der Rückgang von Niederschlägen sowie die damit verbundenen Ernteausfälle große Gefahren des Klimawandels. Wissenschaftliche Prognosen gehen davon aus, dass bis 2050 rund 200 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels ihre Heimat verlassen müssen. „Diese möglichen Flüchtlingszahlen zeigen, dass wir endlich handeln und die Ursachen bekämpfen müssen“, so Döcker.

„Die Auswirkungen des Klimawandels treffen vornehmlich Menschen aus ärmeren Ländern, welche selber kaum zum weltweiten CO2-Ausstoß beitragen“, sagt Ingrid Lebherz, Geschäftsführerin von AWO International. Lebherz sieht in diesem Zusammenhang eine besondere Verantwortung für die Bundesrepublik: „Deutschland muss als Industrienation eine Vorreiterrolle einnehmen und mit einem beeindruckenden, messbaren sowie verbindlichen Bekenntnis zum Klimaschutz ein Zeichen setzen.“ Die im Vorfeld der Konferenz gemachten Zusagen lassen zwar hoffen, reichen jedoch bei weitem nicht aus, um die Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen. Nach den enttäuschenden Ergebnissen der vergangenen Konferenzen sei es daher umso nötiger, durch eine Vorreiterrolle andere Nationen mit in die Pflicht zu nehmen.

AWO Bundesverband und AWO International fordern in diesem Zusammenhang auch ein gesellschaftliches Umdenken. „Es kann nicht immer nur höher, schneller weiter gehen.“ erläutert Döcker und führt weiter aus: „Wir brauchen eine Kultur, in der Wachstum und Gewinnmaximierung hinter sozialen und ökologischen Fragen zurückstehen.“ Ein solches Selbstverständnis sei die Grundlage, um in Paris glaubwürdig auftreten und die dort getroffenen Ziele dann auf nationaler Ebene erfolgreich umsetzen zu können.

Von: AWO-Bundesverband - Stefan Hoffmann













SOLIDARITÄT

TOLERANZ

FREIHEIT

GLEICHHEIT

GERECHTIGKEIT


Toleranz bedeutet nicht nur, andere Denk- und Verhaltensweisen zu dulden, sondern sich dafür einzusetzen, daß jedermann und besonders Minderheiten sich frei äußern können, in ihrer Religion und Weltanschauung nicht eingeschränkt werden und so leben können, wie sie es für angemessen halten. Toleranz endet dort, wo sie Gefahr läuft, mißachtet und mißbraucht zu werden. Solchen Gefahren stellt sich die Arbeiterwohlfahrt entgegen.